Die Messe, die Dein Heiliger kannte
Was haben ein römisches Mädchen des Jahres 300 und eine französische Nonne des Jahres 1897 gemeinsam? Dieselbe Messe.
Was ist die überlieferte Messe?
Die überlieferte römische Messe, oft „Alte Messe“ oder „tridentinische Messe“ genannt, ist die Gottesdienstform, die die lateinische Kirche über viele Jahrhunderte geprägt hat. Vieles an ihr überrascht heute: Der Priester betet in dieselbe Richtung wie die Gläubigen, nach Osten, dem Herrn entgegen. Weite Teile geschehen in Stille, und die alte Sprache der Kirche, das Latein, verbindet Länder und Jahrhunderte miteinander. Im Zentrum steht das Opfer Christi, das auf dem Altar gegenwärtig wird. Wer diese Messe zum ersten Mal erlebt, braucht keinen Kommentar, sondern nur offene Augen: Ihre Ruhe trägt.
Eine Messe, die gewachsen ist
Ehrlich gesagt: Ein römischer Märtyrer des Jahres 300 und eine Nonne des Jahres 1897 haben nicht Wort für Wort dieselben Gebete gehört. Die römische Messe ist über Jahrhunderte organisch gewachsen. Ihr Herzstück aber, der Römische Kanon, reicht bis in die frühe Kirche zurück und wird darin bis heute fast unverändert gebetet, in ihm werden viele der frühen Märtyrer namentlich genannt. Ihre bis heute gefeierte Gestalt erhielt die überlieferte Messe, als Papst Pius V. sie 1570 nach dem Konzil von Trient verbindlich festschrieb (daher „tridentinisch“). Wer danach lebte, etwa Philipp Neri oder Therese von Lisieux, kannte sie genau in dieser Form; die früheren Heiligen kannten den römischen Ritus in ununterbrochener Kontinuität, dieselbe Messe im Wesentlichen, wenn auch nicht in jedem Detail. Kein starres Denkmal also, sondern eine lebendige Überlieferung, die Jahrhunderte verbindet.
Die Heilige Messe, erklärt von Certamen
Die Video-Reihe erscheint hier in Kürze.
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Über Certamen
Certamen e.V. ist ein katholischer Laienverein im deutschsprachigen Raum. Der Name kommt aus dem zweiten Timotheusbrief: „Ich habe den guten Kampf gekämpft“, bonum certamen certavi. Der Verein möchte die Schätze der katholischen Tradition, ihre Liturgie, ihre Heiligen, ihre Lehre, neu erschließen.