Thomas von Aquin
1225–1274
Fest: 7. März
Du gibst Dich nicht mit halben Antworten zufrieden. Wo andere längst weiterscrollen, bohrst Du nach, bis es trägt. Thomas war genauso. Seine Mitstudenten nannten ihn den stummen Ochsen, weil er schwieg und zuhörte; sein Lehrer sagte voraus, dieses Schweigen werde einmal die ganze Welt erfüllen. Seine Familie sperrte ihn ein Jahr lang im Turm ein, um ihn vom Bettelorden abzubringen. Vergeblich. Er schrieb die Summa theologiae, das gewaltigste Denkgebäude des Abendlandes, und kniete jede Nacht vor dem Tabernakel, weil er wusste, woher die Antworten kamen. Am Ende seines Lebens, so die Überlieferung, legte er die Feder nieder: Gegen das, was er geschaut hatte, sei alles Geschriebene Stroh. Denken und Anbeten sind kein Widerspruch. Bei Dir vielleicht auch nicht?
Aus seinem Leben
- „stummer Ochse“, der die Welt erfüllen wird
- Summa theologiae
- Verstand und Anbetung (Fronleichnamshymnen)
- legte am Ende die Feder nieder: „alles Stroh“, der Überlieferung nach
Die Brücke zur Tradition
Der Lehrer der Kirche schlechthin; Adoro te devote singt die Tradition bis heute.