Rita von Cascia
1381–1457
Fest: 22. Mai (Missale von 1962, Anhang für einzelne Orte)
Patronin von: aussichtslose Anliegen
Du gibst nicht auf, wo andere längst aufgegeben haben, Deine Treue hält auch dann, wenn nichts mehr dafür spricht. Genau so lebt Rita: In eine Ehe gezwungen, die sie nie gewählt hat, verwandelt sie ihren gewalttätigen Mann durch Jahre geduldiger Liebe. Dann wird er ermordet, und ihre Söhne sinnen auf Blutrache. Rita betet und kämpft, bis die Rache abgewendet ist und der Kreislauf der Gewalt zerbricht. Spät drängt es sie ins Kloster; Hindernisse stellen sich ihr entgegen, doch sie überwindet jedes einzelne. Der Überlieferung nach trägt sie zuletzt eine Dornenwunde an der Stirn, gezeichnet von der Liebe zum Gekreuzigten. Heute ruft die Kirche sie als Patronin der aussichtslosen Fälle an. Und Du: Was hast Du zu früh verloren gegeben?
Aus ihrem Leben
- erzwungene Ehe geduldig verwandelt
- verhindert die Blutrache ihrer Söhne
- spät ins Kloster (Hindernisse überwunden)
- Dornenwunde an der Stirn
Die Brücke zur Tradition
Patronin der unmöglichen Anliegen, Volksfrömmigkeit der Tradition in Reinform.